Gesunde Gewohnheiten für Ihren Alltag
5 Tipps für einen gesünderen Alltag
1. Mehr trinken
“Früher hab ich so wenig getrunken – und nicht einmal gemerkt, dass ich durstig bin.” Das Gefühl kennen Sie? Dann ist es höchste Zeit, das ausgiebige Trinken während der Fastenkur in den Alltag mitzunehmen. Christine Gugerbauer etwa empfiehlt, am Morgen direkt nach dem Ölziehen ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken – und dann noch eins nach dem Zähneputzen. So haben Sie schon 500ml Wasser getrunken, bevor der Tag richtig startet. Ihren individuellen Wasserbedarf können Sie übrigens ganz unkompliziert online berechnen – oder Sie nutzen diese Tabelle als Grundlage und rechnen einfach selbst.
Unser Tipp: Vermeiden Sie es, direkt vor, während oder nach einer Mahlzeit zu trinken.
2. Einmal tief durchatmen, bitte
Wussten Sie, dass ein gesunder Erwachsener nicht weniger als 17.000 bis 23.000 Mal pro Tag atmet? Da ist es nur logisch, dass der Atem großen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Oftmals nehmen wir ihn allerdings gar nicht bewusst wahr – oder atmen viel zu schnell und zu flach. Ein ganz einfach umzusetzender Tipp lautet deshalb: Tief und bewusst atmen und die Ausatmung etwas verlängern. Die verlängerte Ausatmung stimuliert den Vagusnerv und kann insbesondere in stressigen Situationen dabei helfen, zu entspannen. Starten können Sie schon mit einer Minute “Atemauszeit”, in der Sie nichts weiter machen müssen, als sich hinsetzen, den Fokus auf den Atem zu lenken und ruhig und tief ein- und auszuatmen.
3. Bewusst und achtsam essen
Hier noch ein belegtes Brot, da noch ein Snack und abends eine Tüte Chips vor dem Fernseher – genau so sieht das Essen idealerweise NICHT aus. Für langsames und bewusstes Essen gibt es gute Gründe: Studien konnten nachweisen, dass langsames Essen und gründliches Kauen die Durchblutung im Verdauungstrakt sowie die Wärmebildung nach dem Essen (diätinduzierte Thermogenese) erhöhen können – beides unterstützt den Verdauungsprozess und die Nährstoffaufnahme. Schnelles Essen dagegen hat oftmals zur Folge, dass die Sättigungssignale, die über den Vagusnerv vom Darm ans Gehirn übermittelt werden, erst dann ankommen, wenn man sich bereits überessen hat.
4. Eat a Rainbow – Essen Sie vielseitig
Vielseitig essen sollte man nicht nur, weil es gut schmeckt, sondern vor allem, weil Sie dem Mikrobiom in Ihrem Darm damit etwas Gutes tun. Die groß angelegte Forschungsinitiative “American Gut Project” mit mehr als 11.000 Teilnehmenden zeigte: Je vielfältiger das Essen, desto vielfältiger ist auch das Mikrobiom Ihres Darms. Warum das wichtig ist? Studien konnten belegen, dass ein vielfältiges Darm-Mikrobiom widerstandsfähiger ist und zu einer stabileren Immunfunktion sowie einer stärkeren Darmbarriere beiträgt.
5. Fasten Sie regelmäßig
Als Fastenhotel in Österreich mögen wir hier zugegebenermaßen etwas voreingenommen sein – doch die Studienlage gibt uns recht. Eine Heilfastenkur kann entzündlichen Prozessen im Körper entgegenwirken. Zudem deuten Studien darauf hin, dass Heilfasten eine blutdrucksenkende Wirkung haben kann und zu besseren Blutzucker– und Cholesterinwerten führen kann.
Übrigens können Sie auch im Alltag von den positiven Effekten einer Fastenkur profitieren: So setzt die Autophagie bereits nach 12-16 Stunden ohne Nahrungszufuhr ein – ein Effekt, den sich das Intervallfasten zunutze macht.
Gesunde Gewohnheiten im Alltag etablieren
Die Tipps sind da – die Umsetzung liegt bei Ihnen. Und wenn Sie noch eine Extraportion Motivation brauchen, schauen Sie doch mal bei diesem Blogpost vorbei: Hier erklären wir Ihnen, wie Sie die hier genannten guten Gewohnheiten langfristig in Ihren Alltag integrieren können.
Quellen
Und zu guter Letzt dürfen auch die Quellen nicht fehlen: Hier finden Sie die Studien, auf die wir uns in diesem Blogpost beziehen.
Grundler et al.: Blood Pressure Changes in 1610 Subjects With and Without Antihypertensive Medication During Long‐Term Fasting. Journal of the American Heart Association, 2020. Online verfügbar unter: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/JAHA.120.018649
McDonald et al.: American Gut: an Open Platform for Citizen Science Microbiome Research. ASM Journals, 2018. Online verfügbar unter: https://journals.asm.org/doi/10.1128/msystems.00031-18
Wilhelmi de Toledo et al.: Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PLOS one, 2019. Online verfügbar unter: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0209353
Zielinski, Johanna: “Gutes Kauen” – Gewichtskontrolle durch Kauverhalten. Thieme. Online verfügbar unter: https://natuerlich.thieme.de/therapieverfahren/ernaehrung/detail/gutes-kauen-gewichtskontrolle-durch-kauverhalten-909