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Entzündungshemmende Ernährung

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Gesundheit
01.04.2026
Dass Ernährung einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat, ist mittlerweile mehrfach bewiesen: Laut WHO-Experten sind 50-70% aller chronischen Erkrankungen ernährungsabhängig. Kann also eine bewusste, entzündungshemmende Ernährung tatsächlich Beschwerden lindern, die durch entzündliche Krankheiten ausgelöst werden? Dieser Frage widmen wir den folgenden Blogpost.

Was ist entzündungshemmende Ernährung eigentlich?

Entzündungshemmende Ernährung (oder auch antientzündliche bzw. anti-inflammatorische Ernährung) beschreibt eine Ernährungsform, die dazu beitragen soll, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren und weiteren Entzündungen vorzubeugen. Dabei wird auf Lebensmittel, die Entzündungen befeuern, verzichtet – beispielsweise stark verarbeitete und zuckerhaltige Lebensmittel oder Fleisch. Im Gegenzug kommen bei der entzündungshemmenden Ernährung viel Obst, Gemüse, ballaststoffreiche Lebensmittel und möglichst wenig verarbeitete Produkte auf den Teller.

Warum sind Entzündungen im Körper so problematisch?

Entzündungen sind per se nicht schlecht – vielmehr sind sie ein Instrument unseres Körpers, um Krankheitserreger im Körper zu bekämpfen. In einem solchen Fall spricht man von einer akuten Entzündung. Neben der akuten Entzündung gibt es jedoch auch chronische Entzündungen, die in den meisten Fällen eher schädlich als nützlich sind: Viele Mediziner gehen davon aus, dass solche “schwelenden Entzündungen” Krankheiten wie Diabetes, Rheuma oder Multiple Sklerose auslösen können.

Warum entzündungshemmende Ernährung?

Diesen chronisch schwelenden Entzündungen will eine entzündungshemmende Ernährung entgegenwirken. Durch den Verzicht auf entzündungsfördernde Lebensmittel und den Fokus auf eine überwiegend pflanzliche, zuckerarme und ballaststoffreiche Ernährung sollen Entzündungen bekämpft werden. 

Suppen Fastenhotel Gugerbauer, Schärding

Wie sieht eine entzündungshemmende Ernährung aus?

Eine entzündungshemmende Ernährung setzt an drei Punkten an: 

  • Verzicht auf Lebensmittel, die chronische Entzündungen begünstigen. Konkret heißt das: Wenig bis kein Fleisch oder Milchprodukte, keine stark verarbeiteten Lebensmittel, salz- und zuckerarme Ernährung
  • Darmgesunde Ernährung: Der Darm, oder vielmehr sein Mikrobiom, spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung chronischer Entzündungen. Eine ballaststoffreiche Ernährung und probiotische Lebensmittel können den Darm in seiner Tätigkeit unterstützen.
  • Bewegung: Streng genommen ist “viel Bewegung” natürlich keine Ernährungsform, dennoch ist sie für den Erfolg einer entzündungshemmenden Ernährung entscheidend: Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt den Körper somit bei der Ausscheidung von “Abfallstoffen”. Außerdem beugt regelmäßige Bewegung Übergewicht vor. Das ist vor allem relevant, weil das körpereigene Bauchfett entzündungsfördernde Botenstoffe produziert – je weniger davon vorhanden ist, desto weniger Botenstoffe werden produziert.

Was hat Fasten mit entzündungshemmender Ernährung zu tun?

Basenfasten und entzündungshemmende Ernährung

Ist Ihnen bei der Aufzählung entzündungshemmender Lebensmittel schon etwas aufgefallen? Richtig, hier gibt es zahlreiche Überschneidungen mit der basischen Ernährung – und das kommt nicht von ungefähr. Auch basische Ernährung ist antientzündlich und vermeidet stark verarbeitete oder zuckerhaltige Lebensmittel sowie Milch- und Fleischprodukte. Damit kann auch eine basische Ernährung und eine Basenfastenkur entzündlichen Prozessen im Körper entgegenwirken – und ganz nebenbei für mehr Leichtigkeit und Wohlfühlen im eigenen Körper sorgen.

Heilfasten bei entzündlichen Prozessen

Auch Heilfasten kann entzündlichen Prozessen im Körper entgegenwirken: Zum einen führen Sie Ihrem Körper während des Fastens keine entzündungsfördernden Stoffe zu. Zum anderen kann insbesondere die durch das Heilfasten angekurbelte Autophagie, das Selbstreinigungsprogramm der Zellen, chronischen Entzündungen entgegenwirken.

Mit Fasten und entzündungshemmender Ernährung zu mehr Lebensqualität

Sowohl Fasten als auch eine entzündungshemmende Ernährung können mittel- und langfristig zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen, indem sie entzündlichen Prozessen entgegenwirken. Während eine Fastenkur eine hervorragende Gelegenheit darstellt, dem Körper einen Reset zu gönnen und heilsame Prozesse in Gang zu setzen, kann eine basische, antientzündliche Ernährung dazu beitragen, die positiven Effekte noch lange in den Alltag mitzunehmen.

Zwei Frauen im Gesundheitshotel Gugerbauer, Schärding

Quellen: Entzündungshemmende Ernährung

Calder, Philip et al.: Health relevance of the modification of low grade inflammation in ageing (inflammageing) and the role of nutrition. 4.10.2017. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.arr.2017.09.001

Frye, Meike: Weniger Entzündungen, mehr Wohlbefinden: Wie eine bewusste Ernährung helfen kann. GEO, 13.03.2025. Online verfügbar unter: https://www.geo.de/wissen/gesundheit/antientzuendliche-ernaehrung–so-gelingt-die-umstellung-35545016.html 

Löffler, Constanze: Entzündungen lindern durch Ernährung. Interview mit Prof. Dr. Andreas Michalsen. rbb, 23.06.2021. Online verfügbar unter: https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/rbb_praxis_service/ernaehrung/entzuendung-essen-ernaehrung-lebensmittel-antientzuendlich-arthrose-neurodermitis-kraeuter.html 

Dr. Simab, K. Ahmadi: Die antientzündliche Ernährung zur Unterstützung der Gesundheit. 03.02.2025. Medizinicum. Online verfügbar unter: https://www.medizinicum.de/die-antientzuendliche-ernaehrung-zur-unterstuetzung-der-gesundheit/ 

NDR: Entzündungen mit gesunder Ernährung lindern. 27.01.205. Online verfügbar unter: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Entzuendungen-hemmen-mit-den-richtigen-Lebensmitteln,entzuendungshemmer100.html