Eine Woche Fasten Tagebuch Diana

Gugerbauer Magazin:
Was waren deine Beweggründe fürs Fasten?

Diana: Ich habe einfach verstanden, wie ungesund ich die ersten 30 Jahre meines Lebens gelebt habe. Weißbrot, Nutella, Marmelade – ich bin in der DDR aufgewachsen, ich war nach der Wende ganz fasziniert von Dosensuppen und Fertiggerichten. Ich habe zu lange zu wenig Wasser getrunken, und dann war da auch noch eine Phase in meinem Leben, wo ich mich von Kaffee und Zigaretten ernährt habe. Ich habe meinen Körper ziemlich schlecht behandelt. Ich wollte einen Neustart, entgiften, alles loswerden. Dazu kommt die Geschichte meiner Familie: Mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und auch ich hatten bereits mit Krebs zu tun. Für mich war klar: Ich muss mal saubermachen.

 

Was hast du dir vom Fasten erhofft?

Dass die gesunden Zellen gestärkt werden. Dass sich mein Körper gut anfühlt und dass ich das Gelernte beibehalten kann. Ich esse über die Maßen, liebe Eis und Süßigkeiten. Das wollte ich gerne ändern. 

 

Welche Erwartungen haben sich erfüllt?

Ich bin nach der Kur gleich nach Berlin zu Freunden geflogen. Da wurde aufgetischt, gegessen und getrunken. Das Überraschende war: Ich hatte kein Bedürfnis nach Süßigkeiten, kein Bedürfnis nach Alkohol. Ich habe nur für mich Gemüse gekocht. Aber: Ich habe schnell wieder zu viel gegessen. Ich weiß nicht, warum ich oft mehr esse, als ich brauche.

 

Wie ging es dir während der Fastenwoche?

Ich hatte plötzlich sehr viel Zeit, habe mich selber mehr beobachtet, besser wahrgenommen, und das Spannende war: Ab dem 2. oder 3. Tag hatte ich kein Bedürfnis mehr nach Essen. Über dem Essen zu stehen war eine gute Erfahrung, obwohl die Gemüseessenzen sehr gut geschmeckt haben. Aber ich hatte das Gefühl, ich brauche sie gar nicht.  

 

Welche Anwendungen hast du gemacht?

Alle! Ich hatte einen Salzwickel, einen Lavendelwickel und eine Algenpackung. Ich habe jeden Morgen Öl gezogen, das zieht die Giftstoffe aus dem Mund. Ich habe immer wieder im Fastenbüchlein vom Hotel Gugerbauer festgehalten, wie es mir geht, was sich verändert. Da schaue ich jetzt noch ab und zu hinein.  

 

Wie war das Fastenbrechen für dich?

Das war insofern aufregend, als ich noch gar keine Lust zum Essen hatte. Ich hätte gerne noch weitergefastet, und dann lag da dieser Bratapfel vor uns, der nach Zimt duftete. Meine Freundin und ich haben uns Zeit gelassen, ihn zu verspeisen. Das war köstlich, auch weil die Geschmacksnerven während und nach der Zeit des Fastens die Aromen viel intensiver wahrnehmen.

 

Was hat sich für dich verändert?

Mein Bewusstsein dem Essen gegenüber. Ich bin aufmerksamer geworden, wenn ich ein Hungergefühl habe, überlege ich genau, was ich zu mir nehme und was besser nicht. Oft braucht mein Körper nichts zu essen, sondern das Sättigungsgefühl stellt sich mit einem Glas frischem Wasser ein. 

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