Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen

Johanniskraut

Wie kaum eine andere Pflanze wird das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, deren Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben. 

Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im 16. Jahrhundert und heutzutage wird dieses Wissen von der Schulmedizin bestätigt. 

 

Salbei

Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. 

Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung.

Genau genommen hat Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.

 

Pfefferminze

Jeder hat schon Pfefferminztee getrunken und war sich dabei vielleicht nicht dessen bewusst, dass Pfefferminze eine ziemlich starke Heilwirkung hat. Sie hilft die Verdauung anzukurbeln und wirkt daher gegen Blähungen sowie bei allen Arten von Verdauungsbeschwerden.

 

Schafgarbe

Die Schafgarbe ist eine beliebte Heilpflanze, die für die Verdauungsorgane und bei Frauenleiden eingesetzt werden kann.

Äußerlich kann sie ähnlich wie die Kamille verwendet werden.

Sie wächst auf Wiesen und an Wegrändern und ist vielen wahrscheinlich schon aus ihrer Kindheit bekannt, weil ihre Stängel sehr zäh sind und sie sich deshalb schlecht für kindliche Blumensträuße pflücken lässt.

 

Bärlauch

Bärlauch heißt nicht umsonst „wilder Knoblauch“. Zerreibt man seine Blätter zwischen den Fingern, entsteht gleich ein kräftiger Duft nach Knoblauch. (Dann weiß man auch, dass es sich ganz sicher um kein Maiglöckchen handelt!) Bärlauch gibt vielen Speisen seinen intensiven Geschmack, aber er tut auch sonst gut. Er fördert die Verdauung, kann den Blutdruck senken und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Er ist daher ein Labsal gegen Zivilisationskrankheiten.

 

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Man erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen.  

Er ist ein wichtiges Mittel gegen Husten und befördert außerdem die Wundheilung. 

Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabeihat, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.

 

Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze gegen Husten und zur Desinfektion. 

Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und verbreitet einen würzigen Duft. Im Sommer lässt sie kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.

 

 

Kategorien Pflanzenheilkunst